Hunderennen in Massachusetts werden Ende dieses Jahres eingestellt, nachdem am 4. November 2008 die Abstimmung zum Verbot der kommerziellen Rennen führte. Dank der Aufklärungarbeit des Committee to Protect Dogs haben 56% zu 44 % für ein Verbot gestimmt. Das Kommitee hatte über mehrere Monate die Rennen dokumentiert und über 300 gefährliche Unfälle festgestellt.
Dass auf den tracks, wie z.B. Wonderland Racing Park über 1000 Greyhounds gehalten werden müssen, um die Rennen durchführend zu können, war der Bevölkerung nicht bewußt. Die Topracer werden 20 oder mehr Stunden am Tag in Käfigen gehalten werden, die zu klein sind für die Hunde, um aufrecht zu stehen oder sich umzudrehen. 80% der Verletzungen bei den Rennen beinhalteten gebrochene Beine und Hälse, Schädeltrauma, Herzstillstand, Muskelrisse und Verrenkungen. Wenn man diese Unfälle sieht, wundert es nicht:
Um Kosten zu sparen werden die Hunde mit minderwertigem Fleisch gefüttert, dass für den menschlichen Verzehr nicht geeignet ist. Bei einem Greyhound wurden bei Tests in den Jahren 2003 und 2004 Spuren von Kokain nachgewiesen. Soweit die Tierschützer.
Aus Sicht der Greyhoundindustrie sähe die Wahrheit ganz anders aus. Um Wähler für sich zu gewinnen, stellten sie die o.g. Kampagne als Akt bösen Willens dar, die 1000 Menschen den Arbeitsplatz kostet, die sich liebevoll um die Hunde kümmern. Die bereits in 2000 veröffentlichten Daten des Tierschutzkommitees weisen sie vehement zurück. Die Tierschützer haben behauptet, dass 7000 Greyhounds jedes Jahr getötet wurden, weil sie nicht schnell genug waren.
Alles nicht wahr. Die Hunde würden mit bestem Trockenfutter gefüttert und mit Gemüse. Die Greyhounds würden täglich 4 oder fünfmal für eine Stunde freien Auslauf haben. Auch seien die Unfälle und Verletzungen im Vergleich zur Anzahl der gelaufenen Rennen auf Massachusetts Bahnen eher gering. In 8 Jahren wurden 465.167 Rennen gezogen und die Verletzungsrate beträgt nur 0,15 %. Auch brüstet man sich damit, dass in den letzten 8 Jahren 1,4 Millionen Dollar für die Adoptions-Werbung aufgewendet wurden und alle ausgedienten Rennhunde eine liebevolle Familie gefunden haben. Außerdem hätten die Tracks allein an Gebühren und Steuern im gleichen Zeitraum 41 Millionen Dollar gezahlt. Die Gewinne durch die Wettgeschäfte werden nicht erwähnt.
Aus einer Dokumentation über den täglichen Job eines Kennel-Helfers am Wonderland Racing Park kann der Leser einen Eindruck von der Unterbringung und Haltung bekommen. Wieviele Angestellte müste eine Rennbahn haben um über 1000 Greyhounds täglich 4 oder fünfmal für je eine Stunde frei zu lassen, wenn allein schon die Käfigreinigung soviel Zeit in Anspruch nimmt?